„Halloween“ - in Kobern-Gondorf - das war ja wirklich eine angenehme Überraschung

Wenn wir irgendwann daran zurück denken, werden wir uns wohl eher an eine Karnevalsveranstaltung mit längerem Anlauf erinnern als an eine typische Laufveranstaltung.

Entsprechend anders waren auch die Vorbereitungen. Was für ein Kostüm ziehe ich an?
Halloween – das heißt Hexen, Magie, Gothic, Horror, von allem ein bisschen. Und dementsprechend kamen auch Meddys Läufer und Walker als Hexen, Teufeln, Vampire, oder wie meine Wenigkeit zumindest mit viel Blut und Lippenstift im Gesicht aus allen Richtungen nach Kobern-Gondorf angereist. Als Bewaffnung hatten wir Utensilien dabei, wie Zauberstäbe, Zauberbesen z.B. ein Nimbus Zweitausend oder ein Sauberwisch Sieben (Harry Potter lässt grüßen!), Dreizack u.ä.

Vereinzelt gab es auch Vampire, die passten allerdings nicht so zur Karnevalsstimmung, weil die nicht lachen dürfen. Passt wohl nicht zur Optik!

Ich kam mit dem Auto von der anderen Moselseite und musste mich zunächst durch dunkle Strassen in Richtung zur vermeintlichen Ortsmitte durchkämpfen. Da sah ich einen Feuerwehrmann und kurbelte die Scheibe runter. Er schaute mich bisschen seltsam an, auf Grund meines Outfits zeigte er mir dann aber freundlicherweise einen schönen Parkplatz direkt an der Mosel.

Und dann ging ich dorthin, wo die Beleuchtung am hellsten war, nämlich an Start und Ziel am Marktplatz. Dieser befand sich mitten zwischen alten Fachwerkhäusern in einer wirklich romantischen Umgebung. Da es bereits 19.30 Uhr war, lief die Veranstaltung schon auf Hochtouren, obwohl der Hauptlauf über 10 km doch erst in 1 Std. startete.

In der einige Strassen entfernten Halle war dann bereits die Hölle los, im wahrsten Sinne des Wortes. Teufel, Hexen, Vampire, Fledermäuse, und ähnliche Herrschaften. Bilder sagen mehr als tausend Worte, deshalb schaut Euch die Fotos an.

Schlließlich standen wir bereits 10 Minuten vorher am Start. Wer ist denn die Rothaarige neben Bernhard, Meddy? Sonja konnte man bei Ihrem Hexen-Outfit eigentlich nur an Ihrem Gang erkennen. Komischerweise haben mich alle sofort erkannt. Versteh ich überhaupt nicht!

Die Start-Zeremonie war wirklich fast wie beim Köln-Marathon, nur paar Leute weniger.
Aber da der Platz kleiner war, erschien es einem so, als wenn man bei einer Großveranstaltung startet, die gute Akustik und die doch witzige Moderation der Organisatoren ließ keine Wünsche offen.

5-4-3-2-1 Auf geht’s in die dunklen Straßen von Kobern-Gondorf. Alle unsere Hexen, hierzu gehörten Antje, Anke, Sonja, Manuela, Martina und Diana hielten ihre Hexenhüte fest, und los!

Alles nur für Fun. Heute laufen wir alle nicht unter 1 Std. - ich sage, lass uns laufen wie in Medoc. Aber hier fehlen die richtigen Getränke unterwegs. Nach ungefähr 500 m geradeaus weichen wir von der Strasse rechts ab, ca. 50 m den Berg hoch, dann geht’s wieder Richtung Ortsinnere zurück, und nach zwei 90 Grad Bogen wieder Richtung Ausgangspunkt. Die Runde ist 2,5 km lang, die 4 x durchlaufen werden. Im Dunkeln habe ich mal wieder vergessen, meine Uhr das zweite Mal abzudrücken. Mitzählen ist mir zu blöd. Mir wird schon einer sagen, wann die letzte Runde beginnt.

Unser Trainer Wolfgang ist der einzige von uns ohne das richtige Outfit zum Halloween. Er muss ja auch arbeiten d,h. vorrennen und dann von uns Fotos machen. Hab ich allerdings nur einmal mitbekommen.

Der Schlappschritt wird mir langweilig, und so lasse ich mich von Wolfgang verleiten, mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Mir macht der Lauf auf einmal richtig Spass, und ich habe plötzlich keine Lust mehr langsam hinterherzulaufen. Nennt man das Wettkampffieber? Da kann man noch so viele Vorsätze am Anfang haben! Die Strecke bietet sich gut an, man kann sich auf dem Gefällestück zur letzten Kurve vor der langen Zielgerade ausruhen, um dann wieder richtig Gas zu geben.

Lange Rede, kurzer Sinn. Mit für meine Verhältnisse beschleunigtem Tempo komme ich einige Sekunden vor meinen Hexen im Ziel an, die laufen heute locker und flockig unter tosendem Beifall der Zuschauer ins Ziel. Alle haben noch Ihre Hüte auf.

Welche Zeit? Keine Ahnung! Die Hauptsache im Ziel gibt’s Erdinger.
Vielleicht bin ich ja auch Persönliche Bestzeit gelaufen – und weiß nichts davon!

Dann geht’s sofort in die Halle. Stimmung erinnert mich ein bisschen an Apres Ski – Ich meine damit Karnevalstimmung außerhalb des Karnevals. Die Siegerehrung zieht sich und zieht sich. Interessiert uns weniger, weil gute Musik und super Stimmung innerhalb unserer Superhexen (auch Vampire wie Andrea und Dirk) dafür sorgen, dass wir richtig feiern können. Die einen feiern mit Bier, andere mit Kaffee und Kuchen (da gehöre ich dazu).

Dann fangen wir auch noch an zu tanzen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt haben wir alle vergessen, dass wir bei einer Laufveranstaltung sind. Martina spielt Luftgitarre, ich wage ein Tänzchen mit Anke, dann wird Square –Dance gemacht, an der alle beteiligt sind. Und dazu wird sogar noch gesungen. Ich glaube jetzt kann sich jeder vorstellen, was da abging.

Was machen die eigentlich da vorne auf der Bühne? Da erzählt plötzlich jemand, ihm würde es sehr leid tun, er bekäme nur leere Blätter, er hätte keine Ahnung über Ergebnisse irgendwelcher Art. Unsere Hexen nahmen das sehr gelassen hin. Wolfgang nicht. Sind wir jetzt die stärkste Gruppe oder nicht? Wir wollen die neun Kisten Bier, die haben wir uns wirklich verdient!

Die Frage ist bis heute noch offen, bei welcher Gelegenheit wir diese trinken! Bitte entsprechende Vorschläge an Wolfgang weitergeben.

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