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Ganz kurz entschlossen konnte ich mich dazu durchringen zum dritten mal am Mittelrhein Marathon teilzunehmen. Am Freitag schnell ins Schloss, so ganz zwischendurch, umgemeldet ( nein auch diesmal wußte keiner der Helfer an der Startnummernausgabe bescheid wie Ummelden geht) Läuferbeutel nehmen und erst mal wieder zurück an die Arbeit. Der Läuferbeutel lag da und lag da und lag da.... Erst am nächsten Nachmittag kam er mir wieder ins Blickfeld. Was hast du da eigentlich gestern Mittag gemacht?? Einfach mal so zum Mittelrhein Marathon angemelden. Junge du must verrückt sein. Aber das wußte ich achon vorher.

Nun gut gesagt getan Sonntag Morgen früh raus und zum Bahnhof. Keiner wußte dass ich komme um so größer war die Überraschung als ich zu den Anderen kam. Im Zug herrschte gelöste Stimmung, kaum eine Spur von Aufregung. Auf der B9 dann das gewohnte Bild kaum ein Mensch da ich glaube es waren noch weniger als im Vorjahr. Die meisten kennt man. Lockere Stimmung allgemeine Begrüßung und die üblichen Fragen was man Vorhat. Meine Antwort dass ich nur ankommen möchte wird meist mit einem müden lächeln beantwortet. Ja klar und in welcher Zeit? Keine Ahnung!!!! Es soll ein ruhiger Vormittag werden. Ja klar...... Kurz und schmerzlos laufen die Vorbereitungen ab. Wolfgang gibt die Parole aus dass wir in die erste Reihe sollen. "Ich will endlich mal auf einem Startfoto zu erkennen sein. Alle nach Vorne" Na gut wir gehen einen Schritt weiter nach vorne was bei der Teilnehmerzahl kein Problem ist. Wenig später fällt der Startschuß und direkt danach überschreite ich auch schon die Startlinie. Ich laufe einfach los, orientiere mich an Ewald und Co. Hinter St Goar fange ich an den Lauf zu genießen. Das Tempo ist gefunden alles läuft ruhig ohne Nervosität. Ich genieße die Ruhe im Tal welche nur selten von ein paar Fans am Straßenrand unterbrochen wird. Erst in Boppard finden sich ein paar mehr Leute die einen anfeuer. Es ist wie in den Jahren zuvor. Die Halbmarathonies sind schon gestartet wie ich die Halbmarathonmarke passiere. Alles im grünen Bereich und ich wundere mich, wie gelassen man doch werden kann, wenn man sich nichts vornimmt. In Rhens werden wir jubelnd empfangen und jeder in unserer kleinen Gruppe weis, dass jetzt erst der Marathon beginnt.

Auf der Steigung am Ortsausgang von Rhens überhole ich das erste T-Shirt "Mit Meddy zum Eck". Ich wundere mich denn so früh hätte ich das nicht erwartet. Es werden noch einige aus Meddys Truppe die wir überholen bis wir am Eck sind. Jeder wird aufgefordert sich ran zu hängen aber keiner macht es. An der Königsbach schaue ich das erste mal ernsthaft auf meine Uhr. Upps, das sind noch fünf Kilometer bis zum Eck und es sind noch 35 Minuten bis die Vier Stunden Marke überschritten wird. Na klasse. Der Kampfgeist wird in mir geweckt, das Tempo angezogen. Diese Chance lasse ich mir nicht entgehen. Also flotten Schrittes Richtung Ziel. Die Mainzer Straße ist recht gut besucht. Diana und ihr Jubelteam erwarten uns schon am Ende kurz vor dem Schloss. So schnell ist die Mainzer Straße noch nie weg gegangen. Fehlt da jetzt ein Stück oder bist du so flott denke ich noch und bin auch schon bei Kilometer 41 vorbei. Ein paar Kurven später bin ich auf der Zielgeraden mit der Gewissheit dass die vier Stunden geknackt werden von mir. Ich schrei das schon Susanne entgenegen die dort steht um Bilder zu machen. Sie löst den Fotoapperat im richtigen Augenblick aus. Das Foto sagt alles. Ich laufe über die Ziellinie und sehe die Bruttozeituhr bei 3 Stunden 56. Da kommt er wieder der leichte, kalte Schauer auf dem Rücken den ich so lange vermisst habe. Glücklich und mehr als zufrieden treffe ich die Anderen im Zielbereich. Alle wohlauf alle gut drauf und zufrieden.

Fazit: Mittelrhein Marathon ist warm, nicht heiss. Laufen macht süchtig und mit der richtigen Dosis hat man das gefühl zu schweben. Ach übrigens auf dem Startfoto auf der Titelseite der Rheinzeitung kann man einen kleine Haufen blauer T-Shirts sehen. Wolfgangs Wunsch ist also in Erfüllung gegangen.

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